Dieser Bereich sammelt neun Rechner rund um Wetter und Temperatur: von einfachen Umrechnungen zwischen Celsius, Fahrenheit und Kelvin bis hin zu Windchill, Hitzeindex, Taupunkt und einer Kleidungsempfehlung für den Tag. Oben auf jeder Seite läuft außerdem ein Live-Ticker mit den aktuellen Temperaturen in zehn Ländern, gespeist von Meteostat — ein schneller Blick darauf, wie warm oder kalt es gerade anderswo ist, während Sie eigene Werte durchrechnen.
Warum das Thermometer nicht die ganze Geschichte erzählt
Die Lufttemperatur allein sagt nur einen Teil dessen aus, wie ein Tag sich tatsächlich anfühlt. Wind trägt die warme Luftschicht direkt an der Haut schneller ab, als sie nachgebildet werden kann, wodurch kalte Tage kälter wirken, als das Thermometer angibt — das ist die Grundlage des Windchill-Rechners. Hohe Luftfeuchtigkeit wirkt in die andere Richtung: Sie bremst die Verdunstung von Schweiß, dem wichtigsten Kühlmechanismus des Körpers, wodurch heiße, feuchte Tage drückender wirken, als die reine Temperatur vermuten lässt — das misst der Hitzeindex-Rechner. Wer beide Effekte in einer einzigen Zahl zusammenfassen möchte, findet sie im allgemeinen Rechner für die gefühlte Temperatur, der Wind und Luftfeuchtigkeit gemeinsam berücksichtigt.
Temperatur, Taupunkt und Luftfeuchtigkeit: drei Blickwinkel auf dieselbe Luft
Diese drei Größen hängen eng zusammen, messen aber nicht dasselbe. Der Taupunkt gibt an, auf welche Temperatur die Luft abkühlen müsste, damit sich der bereits enthaltene Wasserdampf als Tau oder Nebel niederschlägt — er ist ein direktes Maß für den tatsächlichen Feuchtigkeitsgehalt und bleibt über verschiedene Lufttemperaturen hinweg vergleichbar. Die relative Luftfeuchtigkeit dagegen setzt diesen Feuchtigkeitsgehalt ins Verhältnis zu dem, was die Luft bei ihrer aktuellen Temperatur maximal aufnehmen könnte — derselbe Taupunkt ergibt an einem kalten Morgen eine hohe und am warmen Nachmittag eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit, obwohl sich an der Wassermenge in der Luft nichts geändert hat. Wer eine der drei Größen kennt und eine zweite hat, kann mit den Rechnern in diesem Bereich die dritte bestimmen.
Celsius, Fahrenheit und Kelvin
Für reine Skalenumrechnung gibt es drei Werkzeuge: den allgemeinen Temperaturumrechner, der alle drei Skalen gleichzeitig anzeigt, den spezialisierten Celsius-Fahrenheit-Rechner für die im Alltag häufigste Richtung, und die Umrechnungstabelle, die die am häufigsten nachgeschlagenen Werte — von strengem Frost bis zum Siedepunkt — als Nachschlagewerk auflistet, ergänzt um einen Rechner für alle Werte, die nicht bereits in der Tabelle stehen.
Jede Formel hat ihre Quelle — und ihre Grenzen
Keiner dieser Rechner arbeitet mit einer erfundenen Formel. Der Hitzeindex folgt der Rothfusz-Regression des US-amerikanischen National Weather Service, der Windchill der Formel von Environment Canada, die gefühlte Temperatur der Definition des australischen Bureau of Meteorology, und Taupunkt sowie relative Luftfeuchtigkeit beruhen beide auf der Magnus-Tetens-Näherung. Jede dieser Formeln wurde für einen bestimmten Wertebereich entwickelt: Der Hitzeindex ist nur oberhalb von etwa 27 °C und 40 % Luftfeuchtigkeit aussagekräftig, der Windchill nur unterhalb von etwa 10 °C. Außerhalb dieser Bereiche liefern die Formeln zwar rechnerisch ein Ergebnis, dieses beschreibt dann aber keine sinnvolle physikalische Größe mehr — ein Hinweis, der auf den jeweiligen Rechnerseiten genauer erläutert wird.
Und dann: was heute anziehen?
Am Ende all dieser Zahlen steht meist eine ganz praktische Frage. Der Kleidungsrechner übersetzt Temperatur, Wind und Regen in eine konkrete Empfehlung — von kurzen Ärmeln bis zur vollen Winterausrüstung —, ohne dass man dafür selbst Windchill oder gefühlte Temperatur nachschlagen muss. Er ist bewusst einfach gehalten; wer es genauer wissen möchte, kombiniert ihn mit den übrigen Rechnern in diesem Bereich.